Bündnis@Terz: Krankenhaus im Streik

Anlässlich des Streiks im Uniklinikum gibt es aus unseren Reihen einen Artikel in der Düsseldorfer Stattzeitung „Terz“:

Krankenhaus im Streik!

„Bewegung für Entlastung“ bewegt was, für alle!

Nicht neu ist die Erkenntnis, wie miserabel die Bedingungen in der Pflege sind. Die dort Beschäftigten ackern sich seit Jahren ab die Öffentlichkeit zu überzeugen, dass es sich um eine gesellschaftliche und soziale Frage handelt. Und sie haben Erfolg damit: Kaum eine soziale Bewegung der letzten Jahre hat so viel Widerhall und Unterstützung gefunden.

Mit der Kommerzialisierung/Ökonomisierung des Gesundheitswesens seit etwa Anfang der 1990er Jahre begann ein Prozess der sozialen Verheerung: Wer erinnert sich nicht an die Praxisgebühr, oder die Aufhebung der Beitragsparität bei der Krankenversicherung. Dieser Prozess führte auch zu einer Kommerzialisierung der Pflege als solcher und verwandelte z. B. Krankenhäuser in Fabriken. Fabriken, in denen ein bestimmtes Ding – die Gesundheit von Menschen – dem Profitmachen dienen soll. Wo anhand einer bestimmten Organisationsform eine Menge Menschen (Pfleger*innen, Ärzt*innen, Reinigung, Küche, Technik uvm.) unter Zurhilfenahme von notwendiger Technik (Gebäude, Maschinen usw.) zu einer bestimmten Arbeit angehalten werden. Wenn dieser „Mechanismus“ sich entsprechend fortentwickelt hat und halbwegs sinnig funktioniert, soll am Ende mehr Geld rauskommen, als hineingesteckt wurde. „Noch zwei Frühchen, und wir sind in den schwarzen Zahlen“ fasst eine kaufmännische Direktorin eines noch nicht mal privatisierten Krankenhauses diesen Ökonomisierungsprozess in Worte. Möglichst viele Fälle müssen in möglichst kurzer Zeit mit möglichst geringem Aufwand und Kosten durchgeschleust werden. Dann stimmt die Bilanz!

Komplett lesen (terz.org).