Über uns

Wir sind Menschen aus Düsseldorf und Umgebung, denen eine gute Versorgung im Krankenhaus am Herzen liegt.

Als Patient*innen oder Angehörige hoffen wir bei Krankheit und Verletzung auf zeitnahe, bedarfsgerechte, kompetente und freundliche Behandlung und Versorgung.

Dieses für alle sicher zu stellen, erachten wir als eine öffentliche Aufgabe.

All das ist in Gefahr.

Jeden Tag!

Die Kliniken stehen unter dem Druck, wie ein Unternehmen zu wirtschaften und Profit zu erzielen. So wird Gesundheit zur Ware. Aber ein Krankenhaus ist keine Fabrik!

Unsere Versorgung darf sich nicht danach richten, ob unsere Erkrankung lukrativ ist.

Personalmangel herrscht in allen Bereichen von der Küche bis zur Pflege. Überall fehlen Kolleg*innen: eine Pflegekraft für 14 Patient*innen am Tag, eine für manchmal mehr als 40 in der Nacht, immer mehr Quadratmeter die von immer weniger Kolleg*innen zu reinigen sind. Beides führt u.a. dazu, dass die Hygiene auf der Strecke bleibt.

Auch wenn sie täglich ihr Bestes geben ihre Arbeitsbedingungen sind miserabel. Das geht auch uns etwas an denn immer mehr Patient*innen erkranken an Krankenhauskeimen, mitunter mit tödlichen Folgen.

Auszubildende bekommen zu wenig Praxisanleitung weil die Praxisanleiter*innen oft nicht die Zeit bekommen, die sie für eine Praxisanleitung bräuchten.

So wird es keine Lösung für den Fachkräftemangel geben.

Die Kolleg*innen verzichten immer wieder auf ihre Pausen, um die Arbeit zu schaffen. Sie kommen früher und gehen später. In der Ausbildung Gelerntes kann nicht angewendet werden. Kaum im Frei, kommt der Anruf: „Jemand ist krank geworden, springst Du ein?“

So werden die Beschäftigten selbst krank in ihrer Sorge und Fürsorge um uns.

Wir wissen um die Aktionen für mehr Personal im Krankenhaus, die in diesen Wochen in vielen Krankenhäusern überall in Deutschland stattfinden.

Es macht uns Mut, dass die Beschäftigten aufstehen.

Wir sind solidarisch mit den Kolleg*innen in ihrem Kampf für Gesundheit: ihrer eigenen und unserer! Nicht ihre Aktionen und Forderungen sind der Skandal. Der Skandal sind die Arbeitsbedingungen in unseren Krankenhäusern!

Die Gewerkschaft ver.di hat den Arbeitgeber der Uniklinik Düsseldorf zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag Entlastung aufgefordert. Sie fordern gemeinsam mit den Beschäftigten, dass genug Personal für die anstehenden Arbeiten fest einkalkuliert werden muss.

750 Beschäftigte von zwei Tochtergesellschaften der Uniklinik Düsseldorf fordern zudem überhaupt einen Tarifvertrag. Sie verdienen 400 – 700 € im Monat weniger als ihre Kolleg*innen, die bei der Uniklinik beschäftigt sind. Sie erhalten keine betriebliche Altersvorsorge und kein Weihnachtsgeld, obwohl sie die gleiche Arbeit machen. Ihre Arbeitsverträge sind zu oft befristet. Wir unterstützen die Forderungen der Beschäftigten der Krankenhäuser in Düsseldorf und fordern die Landesregierung auf, endlich zu handeln. Denn ohne eine ausreichende Finanzierung der realen Kosten wird der Spielraum immer enger. Wir wünschen den Kolleg*innen den nötigen Mut und die Kraft, den sie für Ihren Kampf benötigen. Ihnen gehört unsere volle Solidarität!

Wir werden sie aktiv mit Aktionen und Veranstaltungen unterstützen!

Wir stellen Öffentlichkeit her. Sie kämpfen auch für uns. Wir kämpfen mit ihnen!

Dieser Aufruf wurde unterzeichnet von den folgenden Einzelpersonen und Gruppen:

Wir unterstützen diesen Aufruf!

Gruppen und Organisationen

Alles anders Düsseldorf

Association for the Design of History

Attac Düsseldorf

Care Revolution Netzwerk Rhein/Ruhr

Coordination gegen BAYER-Gefahren e.V.

Feministische Aktion Düsseldorf

Gewerkschaft Erziehung Wissenschaft, GEW Stadtverband Düsseldorf

I Furiosi Interventionistische Linke [IL*] Düsseldorf

Wir Frauen – das feministische Blatt

Linksjugend SOLID und DieLinke.SDS Düsseldorf

Einzelpersonen

Isolde Aigner, Doktorandin, Redakteurin WIR FRAUEN

Gabriele Bischoff, Geschäftsführerin (e.V.)

Helmut Born, ehem. BR Vorsitzender Kaufhof am Wehrhahn

Nils Böhlke, ver.di Gewerkschaftssekretär Handel

Peter Bürger, kath. Theologe, Krankenpfleger, Publizist

Özlem Demirel, Politikwissenschaftlerin

Tim Engels, Rechtsanwalt

Erika Feyerabend, Sozialwissenschaftlerin, Journalistin

Dr. Florence Hervé, Autorin

Günter Isemeyer, Pressesprecher ver.di NRW

Roberto Garau

Sandra Hoeboer, Vorsitzende Bezirksfrauenrat Düssseldorf

Johanna Kammer, Studentin, CareRevolution Rhein/Ruhr

Peter Kirchner

Ina Oberländer, Gewerkschaftssekretärin Fachbereich Handel ver.di / Krankenschwester

Hubert Ostendorf, fifty fifty – Staßenmagazin u. Galerie

Stephanie Peifer, Geschäftsführerin ver.di Bezirk Düsseldorf

Volker Pispers, Kabarettist

Herbert Schedlbauer, Journalist

Jürgen Senge, stellv. BR Vorsitzender IT NRW

Monika Schierenberg, Pädagogin in der Frühförderung

Beate Sieweke, Buchhändlerin, ver.di

Dirk Sondermann, Bezirksfachbereichsvorsitzende FB Telekommunikation und Informationstechnologie

Anne Sprenger, Geschäftsführerin VPD gGmbH

Melanie Stitz, Bildungsreferentin

Michael Tellmann, ver.di Bezirksvorstand Düsseldorf

Dr. Mechthilde Vahsen

Wolfgang Zimmermann, ehem. PR – Vorsitzender LVR – Klinik Langenfeld

Ricarda Hinz, Vorsitzende des Düsseldorfer Aufklärungsdienstes e.V.

Jacques Tilly, Satiriker / Karnevalswagenbauer

H.-W. Schuster, Koordinator der Altenpflege, ver.di

Mario Rosa-Bian, Düsseldorf, Vorstand I.G. Niere NRW, ehem. Mitglied des Aufsichtsrates der SAP AG/ SE

Wolfgang Cremer, ver.di NRW Landesbezirksfachbereichsleiter Gesundheit, soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen

Thomas Obst